90 Jahre Gemeinde Herrenhausen

Es war der Wunsch der Gemeindemitglieder, das 90-jährige Bestehen der Gemeinde Herrenhausen in einem besonderen feierlichen Rahmen zu begehen. Dem stimmte die Gemeindeleitung zu. Nach intensiven Vorbereitungen war es im August 2010 soweit: Den Auftakt der Feierlichkeiten bildete ein Festgottesdienst mit dem Bezirksältesten Hiddessen. Aus dem 1. Ereignis, dem Festgottesdienst am 22. August 2010, stammen die folgenden Impulse.

Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus der Apostelgeschichte des Lukas, Kapitel 2, Vers 37:

„Als sie aber das hörten, ging's ihnen durchs Herz und sie sprachen zu Petrus und den andern Aposteln: Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun?“

Der Bezirksälteste verwies zu Beginn seines Dienens darauf, dass ein Jubiläum stets Anlass zu dankbarem Rückblick ist. Er erinnerte an die gläubigen Gründer der Gemeinde und stellte dann mit Blick auf die Gegenwart und Zukunft der Gemeinde die alle bewegende Frage:

Was braucht unsere Gemeinde heute?

Auf diese Frage antwortete er mit dem Hinweis, dass wir Antworten im Bericht über die Entstehung und Entwicklung der ersten Gemeinde finden (vgl. Apostelgeschichte 2, 37-47), auch wenn unsere Situation sich heute in vielen Bereichen anders darstellt, als zur Zeit der ersten Christen bzw. zu Beginn unserer Jubiläumsgemeinde Herrenhausen vor 90 Jahren.

Ursprung für die Entwicklung ist das geistgewirkte Wort Gottes, das von interessierten Zuhörern aufgenommen wird und Gottes Liebe, die das Herz bewegt.

Gemeinde heute braucht Interesse am Wort Gottes und „inneres Berührt-Sein“ durch seine Liebe.

Das „durchs Herz“ gehende Wort löste damals bei den Hörern der Pfingstpredigt den Wunsch nach Veränderung entsprechend dem göttlichen Rat aus und führte zu der Frage: „Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun?“

Über Buße, Taufe und Geistesempfang hinaus dokumentiert diese Frage die Erkenntnis, dass unser himmlischer Vater den Weg für uns besser kennt, als wir selbst, und wir uns daher lenken lassen wollen durch seinen Geist.

Gemeinde heute braucht (im Sinne von Römer 8,14) Gotteskinder, die täglich um Leitung durch den Heiligen Geist bitten.

Gemeinschaft war den ersten Christen ein Bedürfnis und sie kamen dem von Apostel Paulus beschriebenem Bild von der Gemeinde als lebendiger Leib Christi nahe (1. Korinther, Kapitel 12).

Gemeinde heute lebt von dem Wunsch sich einzubringen.

Es wird viel darüber geredet, was zu tun ist, oder was man tun müsste, und oft zu wenig gefragt: Was kann ich tun? Als Teil des Leibes Christi stehen wir mit dem Haupt der Gemeinde, Jesus Christus, in Verbindung, fragend: Was kann ich tun, zum Wohl der Gemeinde?

Die Antwort finden wir im 1. Brief des Petrus, Kapitel 4, Vers 10 in dem es heißt: „Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat ...“

Gemeinde heute braucht deine Gabe, die Gott dir gegeben hat.

Im Verlauf des Gottesdienstes präsentierte Evangelist Helge Mutschler als Mitglied der Gemeindeleitung „90 Jahre Gemeinde Herrenhausen als Kurzchronik“. Bezirksältester Karl-Heinz Baumgarte mit sehr engen, auch aus der Jugendzeit stammenden Verbindungen zu Herrenhausen, sowie der Gemeindevorsteher, Hirte Anton Boubenicek, dienten in diesem Gottesdienst mit.

In der Begleitung durch Chor, Kinderchor, Orchester und Pianisten wurde die musikalische Gabenvielfalt der Gemeinde zur Freude aller deutlich.

An diesem Gottesdienst nahmen auch die stellvertretende Bürgermeisterin Frau Ingrid Lange, Vertreterin des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Hannover, Bezirksbürgermeisterin Frau Margrit Heidi Stolzenwald für Herrenhausen-Stöcken, stellvertretender Bürgermeister Herr Wilfried Nickel, Stadt Seelze und Frau Christel Lunau, Vorsitzende des Vereins „Soziales Netzwerk Stöcken e.V.“ und der Tagesstätte „Leckerhaus“, Hannover-Stöcken, teil.

Nicht unerwähnt sollen auch die aus fern und nah angereisten ehemaligen Herrenhäuser Gemeindemitglieder bleiben, über deren Besuche wir uns sehr gefreut haben.

Nach dem Gottesdienst hatten alle Teilnehmer noch Gelegenheit zu Gesprächen bei Snacks und Getränken.

Allen Teilnehmern gilt unser herzlicher Dank für die uns entgegen gebrachte und bewiesene Verbundenheit.

E.Sch.
BfÖ BHW