Andacht vor dem Gottesdienst für Entschlafene

Grundsätzlich haben Andachten in unserer Kirche noch keine Tradition, sie sind somit etwas Neues. Die Stunde, die wir am Samstag, 2. März 2013 erlebten, war sehr schön und emotional und löste in mir eine große Bewegung aus.

Die Andacht begann mit einem getragenen Orgelspiel. Die kleinen Kerzen, die vor und auf dem Altar aufgestellt und angezündet waren, vermittelten bereits eine feierliche Atmosphäre. Nach dem Orgelspiel sprach Priester Jens Christophersen den Gegensatz von Nebel und Sonne an. Der Nebel macht es schwierig, etwas zu erkennen. Nebel mag mit Traurigkeit verglichen werden. Die Sonne gibt das Licht und fördert das Erkennen des Weges. Viele Seelen brauchen Hilfe und Licht. Diese Hilfe mögen wir ihnen geben, indem wir für sie beten.

Priester Christophersen sprach ein Gebet, in dem er den Herrn bat, dass wir Empfindungen für andere Seelen haben mögen. Nach dem Gebet sang ein kleiner Chor der Gemeinde. Nach dem Lied trat Stille ein, in der wir an viele unerlöste Seelen denken konnten.

Schwester Sabrina Reimann, Gemeinde Pattensen, verlas einige bewegende Gedanken, die sich auf die Ewigkeit bezogen. Ich habe gespürt, dies war ein ganz besonderer Moment. Der Vortrag erzählte von einem Vater, der sich an sein liebes Kind wandte und dieses bat, immer Liebe und gute Gedanken in sich zu tragen. Eines Tages würden alle Tränen trocknen und alle Schmerzen schwinden. Der Vortrag endete mit der Frage „Willst Du mein Kind sein?“ Unterschrift: Dein allmächtiger Vater. Das hat mich sehr berührt.

In einem zweiten Wortbeitrag von Sabrina Reimann wurde an die Seelen in der Ewigkeit erinnert, die in ihrem irdischen Leben so früh gestorben sind. Kinder, die unsere Hilfe brauchen. Für sie alle könnten wir Fürsprecher sein und beten, sodass wir eine Brücke sind und vielleicht eine Seele sagen kann: „Deine Gebete haben mir geholfen.“ Danach sang wieder der Chor, begleitet von der Orgel. Priester Christophersen verwies dann auf einen Tisch neben dem Altar, auf welchem Karten lagen. Wer von den Geschwistern ganz speziell an einige Menschen denken wolle, möge deren Namen auf eine der Karten schreiben und diese in eine bereitstehende Schale vor den Altar legen.

Zu meiner großen Freude haben sich fast alle anwesenden Geschwister an dieser freundlichen Aufforderung beteiligt. Daraus konnte ich schließen, dass viele das Bedürfnis hatten, an eine oder mehrere Seelen zu denken, denn sie legten eine oder auch mehrere Karten in die vorbereitete Schale (diese Schale stand auch im Gottesdienst am nächsten Tag mit allen Karten vor dem Altar). Welch eine schöne Verbindung zu den Seelen in der Ewigkeit.

Ich verbinde mit dieser Andacht sehr schöne Empfindungen. Es gibt noch viele Seelen, die unserer Hilfe bedürfen. Beten wir doch, dass alle diese Seelen die Stimme Jesus hören.

Text & Bilder: A. R.