Ökumenische Andacht an "Passionspunkten"

Wie bereits im vergangenen Jahr, luden mehrere Kirchengemeinden in der Region Hannover auch in den Passionswochen 2026 zu kurzen Andachten unter freiem Himmel ein. Initiator war die "Stadtteil-Ökumene Ledeburg-Leinhausen-Herrenhausen" inklusive der jüdischen Gemeinde. Eine dieser Andachten fand am Freitagnachmittag, dem 13. März im Alveser Weg statt – auf dem Gelände, auf dem bis April 2024 das inzwischen abgerissene Gebäude der neuapostolischen Kirchengemeinde Hannover-Herrenhausen stand. Nach der Fertigstellung eines Neubauprojekts wird sich die Gemeinde wieder an dieser Stelle versammeln.

Die Andacht wurde gemeinsam gestaltet von Pastor Olaf Koeritz von der evangelisch-lutherischen Emmaus-Kirchengemeinde und Bezirksevangelist Thomas Sperling, Vorsteher der neuapostolischen Kirchengemeinde Hannover-Herrenhausen. 

Nach einer von den Anwesenden gemeinsam gesprochenen Lesung aus Teilen des 119. Psalms ging Pastor Koeritz auf die Entwicklung der Kirchengemeinden in diesem Stadtbezirk ein. Mehrere Kirchengebäude verschiedener Konfessionen sind in den letzten Jahren entwidmet worden. Wie vielerorts hat auch die Entwidmung und der Abriss des Kirchengebäudes der neuapostolischen Kirchengemeinde Hannover-Herrenhausen bei den Gemeindemitgliedern große Traurigkeit, ja Bestürzung ausgelöst. 

Um so erfreulicher ist es, dass nun an diesem Ort etwas Neues, Besonderes entsteht: eine Kirche, die in ein Wohnprojekt eingebunden ist. Zu diesem Projekt sowie zu den wirtschaftlichen Hintergründen gab Bezirksevangelist Sperling einige Erläuterungen. Dabei ging er auch auf die Herausforderungen der Kirche in der heutigen Zeit sowie auf das Miteinander der Konfessionen in diesem Stadtbezirk ein.

In den Fürbitten brachten die beiden Geistlichen Dank für Gottes Begleitung in der Vergangenheit sowie Hoffnung auf das Kommende zum Ausdruck. Zugleich baten sie um Gottes Segen und Führung für den weiteren Weg durch die Passionszeit – in der Zuversicht, dass auf Karfreitag die Auferstehung folgt.

Mit dem gemeinsam gesprochenen Vaterunser und dem Segenszuspruch endete die Andacht. Umrahmt wurde sie von dem a-capella gesungenen Lied „Komm, Herr, segne uns“, das die Anwesenden gemeinsam anstimmten.